G wie genug!


„SHIFT happens — das ‚G‘ steht für Wohlstand!“ Getreu dem Spruch von Hans Sarpei ist mir in den letzten Monaten aufgefallen, dass es tatsächlich einen Buchstaben gibt, der die Themen Wohlstand, Armut und Reichtum vereint: der Buchstabe „G“.


Netzaffine Leser werden dabei bestimmt an „G is for Google“ denken, aber im Folgenden geht es um mehr als den globalen „Don’t be evil“-Konzern. Es geht um Gegensätze, Geld, Gott. Um die Gesellschaft, die Globalisierung und unsere Gehälter. Um Gelassenheit, Genügsamkeit und das Geben. Und um vieles mehr.

G wie Gegensätze

Der Buchstabe „G“ eignet sich hervorragend dazu, Gegensätze zu bilden. Geld und Glück vs. Geiz und Gier. Oder Genug und Genuss vs. Geiz und Gier. Das sind im Wesentlichen die beiden Gegensätze, um die es in der neuen SHIFT-Ausgabe Vol. 2 mit dem Titelthema #wirhabengenug geht.

Ich habe einige Zitate gesammelt, die weitere „G“-Facetten beschreiben.

G wie Geld

„Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.“

Marcel Reich-Ranicki

G wie Gesellschaft

„Eine Gesellschaft, die es vorzieht, Milliarden Dollar für einen Flug zum Mars auszugeben, statt Hunger und Armut in der Welt zu bekämpfen, hat eine Wahl getroffen.“

Joseph Weizenbaum

G wie Gehälter

„Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Größe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen, als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.“

Martin Luther King Jr.

G wie Götze

„Wohlstand ist nur ein Werkzeug, das man benutzen, und kein Götze, den man anbeten sollte.“

Calvin Coolidge

„Es gibt für mich nichts besseres als ‚Hotel Mama‘. Hier schmeckt es mir am besten und fühle ich mich am wohlsten. Warum sollte ich ausziehen…?“

Mario Götze

G wie Gier

„Die Welt hat genug für die Bedürfnisse aller. Aber nicht für die Gier aller.“

Mahatma Gandhi

„Geld wäre bloß Papier, wäre da nicht unsere Gier.“

Tim Tenger

G wie Genügsamkeit

„Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum, Luxus ist künstliche Armut.“

Sokrates

G wie guilt

“I know that a man who shows me his wealth is like the beggar who shows me his poverty; they are both looking for alms from me, the rich man for the alms of my envy, the poor man for the alms of my guilt.”

Ben Hecht

G wie Globalisierung

“Where globalization means, as it so often does, that the rich and powerful now have new means to further enrich and empower themselves at the cost of the poorer and weaker, we have a responsibility to protest in the name of universal freedom.”

Nelson Mandela

G wie Gott

„Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den einen einsetzen und den anderen vernachlässigen. Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben.“

Jesus Christus

G wie Geber

„Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“

Paulus

G wie Gelassenheit

„Moderne heißt ja, immer Neues zu tun, immer aktiv zu sein, alle Möglichkeiten zu ergreifen, die es gibt. Und genau so definiert sich Stress: mehr verwirklichen zu wollen, als in die Wirklichkeit hineingeht. Gelassenheit kommt von Lassen, heißt also auch, Möglichkeiten, die ich realisieren könnte, zu lassen.“

Wilhelm Schmid

G wie Geben

“If the mantra of the 20th century was ‘what can I get?’ the mantra of this century may well turn out to be ‘what can I give?’”

Scilla Elworthy

G wie genug!

In meinem Einleitungstext der aktuellen SHIFT-Ausgabe habe ich am Ende geschrieben:

Schluss! Aus! Ende! Ich habe genug! Genug von all diesem Rumgemecker und Rumgejammer, genug von dieser permanenten Unzufriedenheit. Genug von dem vielen Schwanzvergleichen auf Facebook und Co., genug von allen Neidern, Hatern und Nörglern. Ich kann und will mich nicht in eine endlose Abwärtsspirale der Schuldgefühle und Undankbarkeit begeben; und ich darf und soll mich nicht gefangen nehmen lassen von Geiz und Gier. Leichter gesagt als getan. Wo fangen wir an?

Am besten mit SHIFT Vol. 2!

Und wovon hast du genug? Von Geld und Glück oder von Geiz und Gier? Teile deine Gedanken mit uns auf Twitter, Medium, Tumblr, Google+ mit dem Hashtag #wirhabengenug

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