Stimmen zu #wirhabengenug

Wie viel ist genug? Warum fühle ich mich reich? Kann man erst abgeben, wenn man selbst im Überfluss hat? Wir wollen es wissen und haben sechs Personen nach ihrer Meinung gefragt. Ergänzend zum Artikel „Ich habe genug“ der neuen SHIFT Vol. 2 regen sie mit ihren Antworten zum Nachdenken an. Gerne könnt ihr die Fragen mit euren Antworten ergänzen!

Wie viel ist genug?

Genug ist, wenn ich die Übersicht über meinen Besitz habe und ihn tatsächlich auch benützen kann. Alles, was darüber hinausgeht, verstaubt und wird für mich zu Ballast.

Nadja Aerni


Genug ist, wenn ich und der andere genug haben. Genug bedeutet für mich „es reicht“. Genug haben kann aber auch heißen, genügsam zu sein. Abwarten und Tee trinken? Mir kommt einer meiner Lieblingsstreifen in den Sinn: Schindlers Liste. Wie viele Menschen retten ist genug? Also doch! Dann möchte ich mich doch lieber bemühen, in Bewegung bleiben, statt genügsam zu werden. Genug ist zu wenig!

Frédéric Giger


Ich fühle mich reich, weil…

…ich Menschen mit einem freundlichen Wort oder Lächeln bereichern kann und meistens ein Echo zurückkommt.

Ruth Kämpfer


…ich unzählige Möglichkeiten habe, meinen Alltag sinnvoll zu gestalten. Ich kann beispielsweise mein Auto auf dem Arbeitsweg für eine Fahrgemeinschaft zur Verfügung stellen. Solche Ereignisse mögen nicht hohe Wellen schlagen. Sie bewegen jedoch meinen Alltag und meine Mitmenschen. Und es macht mich glücklich, wenn ich erlebe, dass meine Ideen sich als sinnvoll und erfolgreich erweisen.

Rebekka Freiburghaus


…ich auch ein Beschenkter bin. Ein Geschenk bekommt man, ohne es sich verdient zu haben. Gesund zu sein, in einem friedlichen Land zu leben, täglich frische Luft einzuatmen. Alles nicht selbstverständlich, auch Reichtum nicht. Die beste Frau, die coolste Family, das Wohlfühlzuhause, wertvollste Freunde, Kinder großgezogen zu haben, herzhaft lachen zu können, SHIFT zu lesen: Reichtum im Überfluss…

Frédéric Giger


Kann man erst abgeben, wenn man selbst im Überfluss hat?

Jeder Mensch hat etwas an sich, was ein anderer nicht hat. Man kann voneinander profitieren und einander in dem schulen. Dafür muss man nicht im Überfluss haben.

Bettina Aerni


Nein, Geld und Macht kann einem ganz schön gefangen halten. Wohlhabende Menschen können geiziger sein als diejenigen, die nur wenig besitzen.

Ruth Kämpfer


Nein. Ich kann auch von meinem „genug“ etwas abgeben. Mein Überfluss bemisst sich nicht an der Anzahl meiner Dinge, sondern an meiner Einstellung und der Dankbarkeit gegenüber dem, was ich habe. Zudem gibt es Dinge, von denen ich immer mehr als genug habe, wie zum Beispiel ein herzliches „Dankeschön“ für den gestressten Busfahrer.

Nadja Aerni

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